Rogers & Simones Webpinnwand
Hardware
WD Scorpio Blue vs. Mac OS X
06. Mrz
Im Zuge des Speicherupgrades meines Mac Minis habe ich gleich die serienmäßig verbaute Miniplatte durch ein größeres Modell ersetzt. Die Wahl fiel auf die WD Scorpio Blue WD6400BEVT: 640 GB Platz, 5400 Umdrehungen, angeblich schnell, leise und kühl. Was will man mehr? Verbaut war sie flott und mittels Time Machine auch ratzfatz wieder mit Betriebssystem und Daten versehen.
Leider stellte sich nicht gleich unmittelbar Zufriedenheit ein. Grund dafür was das recht aggressive Power Management der Platte. Alle paar Sekunden, wenn die Platte der Meinung war, es gäbe nix zu tun, wurden die Schreib-/Lese-Köpfe geparkt. Das hatte zur Folge, dass Mac OS X zu intensivem Beachballing neigte, Scrollvorgänge hingen und es ständig irgendwo ruckelte. Unschön. Das Power Management mag in einem Notebook sinnvoll sein, in einem Desktopsystem ist es jedoch mehr Panne als nützlich.
Abhilfe schafft hier zum Glück hdapm. Dieses kleine Stück Software bringt unter anderen Platten auch der WD Scorpio Blue Manieren bei, indem ein zum Desktopbetrieb passender “APM Level” der Platte aktiviert wird. Installation ist kinderleicht: Runterladen, Mounten, hdapm Binary nach /usr/local/bin/ kopieren. Damit das auch beim nächsten Systemstart noch tut, hdapm.plist nach /Library/LaunchDaemons kopieren. Erweiterte Informationen bietet das beiliegende ReadMe.
Nun schnurrt die WD6400BEVT seit ein paar Wochen schon leise, flott und unauffällig im Mini und erhält die Empfehlung des Hauses.
Palm Centro
19. Okt
Früher™ verwendete ich zum Organisieren von Terminen, Adressen und anderem anfallenden Datenkram diverse Palm OS PDAs. Das funktionierte ganz gut, hatte aber den Nachteil dass man meist mehr Geräte mitzuschleppen hatte als einem lieb war. Letztlich führte das dazu dass der PDA oft nicht mit dabei war, dementsprechend kaum noch verwendet wurde und das schleichende Chaos in der Datenhaltung Einzug hielt.
Geändert hat sich das vor vier Wochen mit dem Erwerb des Palm Centro, der Palm OS PDA und Mobiltelefon in einem Gerät vereint. Wert lege ich primär auf Telephonie und Organizerfunktionen. Beides meistert das mittlerweile zwar schon etwas angestaubte aber immer noch komfortabel bedienbare Palm OS vorzüglich. Meine alten Anwendungen laufen alle auf der neuen Hardware, als Bonus dient das Gerät per Pocket Tunes als mobiler Musikplayer. Mobiles Internet in Form von Web und E-Mail geht damit auch. Die dafür verwendete Verbindungstechnik ist GPRS, UMTS oder WLAN sucht man vergebens, was ich persönlich jedoch nicht als Nachteil einstufe. Dort wo ich Zugriff auf ein WLAN habe, steht mir dafür in der Regel “richtige” Hardware in Form eines Notebooks zur Verfügung und fürs gelegentliche E-Mail Holen und Onlinepreisechecken in Blöd- oder Geizmärkten reicht GPRS mit EDGE allemal.
Die Hardware selbst ist nur unwesentlich größer als mein bisheriges Mobiltelefon, ist hosentaschenkompatibel und liegt gut in der Hand. Die integrierte QWERTZ-Tastatur erspart das leidige Drei-Mal-Taste-Drücken bis der gewünschte Buchstabe rauskommt (oder auch nicht) und ist trotz der kleinen Tasten und anfänglicher Bedenken treffsicher bedienbar. Die Verarbeitung des Akkudeckels könnte etwas wertiger sein, leider knarzt selbiger manchmal etwas im Betrieb. Negativ ist auch die Ausführung des Kopfhörer-/Headset-Anschluss als 2,5mm-Buchse. Entweder kann man bereits vorhandene Ohrhörer mit 3,5mm-Stecker nur mit eigentlich überflüssigem Adapter betreiben oder gleich was passendes mit 2,5mm-Stecker kaufen. Hier werde ich wohl nochmal in die Tasche greifen müssen und das Problem mit einem Adapterkabel mit integriertem Mikrophon und Rufannahmetaste erschlagen.
Alles in allem ist der Palm Centro ein Gerät das genau das macht was ich von ihm erwarte ohne mich dabei wie andere aktuelle Produkte zu entmündigen. Mit einem Preis von knapp 230€ ist das Teil auch gar nicht mal so teuer. Hat sich gelohnt.
Kommentare