Rogers & Simones Webpinnwand
Software
WD Scorpio Blue vs. Mac OS X
06. Mrz
Im Zuge des Speicherupgrades meines Mac Minis habe ich gleich die serienmäßig verbaute Miniplatte durch ein größeres Modell ersetzt. Die Wahl fiel auf die WD Scorpio Blue WD6400BEVT: 640 GB Platz, 5400 Umdrehungen, angeblich schnell, leise und kühl. Was will man mehr? Verbaut war sie flott und mittels Time Machine auch ratzfatz wieder mit Betriebssystem und Daten versehen.
Leider stellte sich nicht gleich unmittelbar Zufriedenheit ein. Grund dafür was das recht aggressive Power Management der Platte. Alle paar Sekunden, wenn die Platte der Meinung war, es gäbe nix zu tun, wurden die Schreib-/Lese-Köpfe geparkt. Das hatte zur Folge, dass Mac OS X zu intensivem Beachballing neigte, Scrollvorgänge hingen und es ständig irgendwo ruckelte. Unschön. Das Power Management mag in einem Notebook sinnvoll sein, in einem Desktopsystem ist es jedoch mehr Panne als nützlich.
Abhilfe schafft hier zum Glück hdapm. Dieses kleine Stück Software bringt unter anderen Platten auch der WD Scorpio Blue Manieren bei, indem ein zum Desktopbetrieb passender “APM Level” der Platte aktiviert wird. Installation ist kinderleicht: Runterladen, Mounten, hdapm Binary nach /usr/local/bin/ kopieren. Damit das auch beim nächsten Systemstart noch tut, hdapm.plist nach /Library/LaunchDaemons kopieren. Erweiterte Informationen bietet das beiliegende ReadMe.
Nun schnurrt die WD6400BEVT seit ein paar Wochen schon leise, flott und unauffällig im Mini und erhält die Empfehlung des Hauses.
Trackback-Problem bei WordPress 2.9
23. Dez
Etwas verwundert war ich doch, dass das frisch installierte nagelneue WordPress hier Probleme damit hatte, Trackbacks sogar im selben Blog zu setzen und noch nicht mal Pingbacks versendet werden. Noch mehr verwundert war ich, als ich feststellte, dass die lokale Testinstallation mit identischen Einstellungen mit Trackbacks gar kein Problem hat. Nach diverser Testerei und Googlerei bin ich dann auf einen WordPress-Bug, der bereits für Version 2.7 bekannt war, gestoßen. Auch einen einfach zu implementierenden Bugfix gab’s gleich dazu. Angepasst, ausprobiert und schwups: “So laaft die Gschicht”.
WordPress hat es leider innerhalb eines Jahres nicht geschafft, diesen äußert trivial zu reparierenden Fehler zu beheben. Das ist schwach.
Als Lösung ist für WordPress 2.9 in Zeile 229 von wp-includes/cron.php der zu niedrige Wert von 0.01 in 1 zu ändern:
229 | wp_remote_post( $cron_url, array('timeout' => 1, 'blocking' => false, 'sslverify' => apply_filters('https_local_ssl_verify', true)) ); |
Time Capsule light mit netatalk 2.0.5
23. Dez
Vor einer Weile hatte ich das Einrichten eines CentOS-Systems als Ziel für Time Machine Sicherungen beschrieben. Leider hat die beschriebene Lösung zwei Haken:
- Sie funktioniert mit Mac OS X 10.5 (Leopard), bei Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) gibt’s damit wohl Probleme.
- Durch das Freischalten von offiziell nicht unterstützten Netzwerk-Volumes für das Backup funktioniert zwar selbiges, beim Restore während einer Neuinstallation wird das Time Machine Volume jedoch nicht gefunden. Das ist sehr schade, weil es den Wert des Backups doch in nicht geringem Ausmaß reduziert.
Ursache der Notwendigkeit eines Hacks, um auf netatalk-Volumes sichern zu können, war eine benötigte Erweiterung des AFP-Protokolls über welche Apples Time Capsule verfügte, netatalk jedoch nicht. Glücklicherweise ist die Open Source Welt meistens recht flexibel und so bringt das frisch veröffentlichte netatalk 2.0.5 die benötigte Erweiterung mit und kann dadurch ohne Tricksereien und guten Gewissens als Ziel für Time Machine Backups verwendet werden.
Bei der Einrichtung des AFP-Volumes in /etc/netatalk/AppleVolumes.default ist als Option lediglich der Parameter tm anzuhängen, danach taucht das Volume automatisch in der Auswahl der möglichen Time Machine Volumes auf:
Die im vorherigen Artikel zu diesem Thema beschriebenen Schritte zur Einrichtung von netatalk und avahi sind weiterhin gültig.
Diese Variante läuft jetzt schon ein paar Tage problemlos mit Mac OS X 10.6.2 und netatalk 2.0.5 auf CentOS 5.4 x64, die USB-Platte hat damit als Backupmedium ausgedient. Passendes Paket für CentOS gibt’s diesmal vorerst keins, ich habe netatalk am Paketmanagement vorbei aus den Sourcen kompiliert und installiert. Bei Gelegenheit werde ich mich mal mit der Paketierung auseinandersetzen.
Zum Ersetzen einer richtigen Time Capsule fehlt damit nur noch der Wireless- und der Router-Teil. Wer’s braucht kann das aber auch noch von CentOS mit erledigen lassen. Oder eine Time Capsule kaufen.
[Update 6. Januar 2009]
Nach einer Rekonfiguration meiner Backup-Implementierung und Neueinbindung des Time Machine Volumes stellte sich leider raus, dass dieses nicht mehr als Time Capsule gefunden wurde. An der netatalk-Konfiguration hat sich zwischenzeitlich nichts geändert, sodass diese Situation einigermaßen stinkt. Lösen konnte ich das Problem durch Spezifikation des Time Machine Volumes als Avahi-Service. Dazu wurde in /etc/avahi/services/afpd.service ein weiterer Service definiert:
<type>_adisk._tcp</type>
<port>9</port>
<txt-record>sys=waMA=de:ad:be:ef:00:42</txt-record>
<txt-record>dk2=adVF=0x83,adVN=TimeMachine,adVU=8f8e20e6-f027-4e45-9a7c-e090c89da36d</txt-record>
</service>
Dabei enthalten die Parameter waMA die MAC-Adresse des Servers und adVN den Namen des Time Machine Volumes (siehe AppleVolumes.default). Danach wurde das netatalk Volume wieder freudig als Time Machine akzeptiert und ist seitdem in Verwendung.
Einen kleinen Haken hat die Sache dennoch: Beim Durchsuchen des CentOS-Servers nach Volumes mit dem Finder werden nur das Time Machine Volume und das Home Volume angezeigt, weitere Volumes aus AppleVolumes.default jedoch nicht. Das ist zwar unschön, aber kein Beinbruch: Meine benötigten Volumes werden permanent und automatisch verbunden, das Verbinden mit CMD-K klappt auch noch. Vielleicht werde ich mich der Sache auch mal annehmen oder auch der Bequemlichkeit erliegen und eine richtige Time Capsule erwerben.
s/s9y/wordpress/
21. Dez
Altlasten müssen gelegentlich beseitigt werden. Nun war dieses Blog hier an der Reihe und wurde von PHP4 / MySQL4 / Serendipity nach PHP5 / MySQL5 / WordPress migriert. Leider gibt es keinen offiziellen Migrationspfad in diese Richtung, die Umstellung hat aber dank der Doku von Fabian Fischer und dem inoffiziellen S9Y-Importer von Dobschat und anderen relativ reibungslos geklappt.
Nicht geklappt hat die Übernahme der alten Permalinks, da WordPress in Version 2.9 für jede Revision eines Artikels eine weitere Artikel-ID vergibt. Zudem konnte WordPress nicht das Markup aller S9Y-Artikel rendern und ich musste die betroffenen Artikel anpacken. Summa summarum wurden dabei die Artikel-IDs neu gewürfelt und da selbige Bestandteil der Permalinks waren, waren selbige jetzt eben kaputt und haben nun ein neues ID-freies Format. Wieder eine Altlast weniger.
Jetzt hoffen wir mal dass der Teufel nicht doch wieder irgendwo im Detail steckt.
Mac-[Datei|Backup]-Server mit CentOS 5
28. Mrz
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Ich spiele mit dem Gedanken einen Mac Mini als Mediacenter im Wohnzimmer einzusetzen. Die Hardware ist kompakt, leise und dennoch leistungsfähig genug um HD-Inhalte über das TV-Gerät auszugeben. Mein letzter Kontakt mit dem darauf laufenden Betriebssystem Mac OS X sind gut drei Jahre alt und die Erfahrungen damit waren durchwachsen. Dank der überaus großzügigen Leihgabe eines lobenswerten Kollegen in Form eines Macbooks der letzten Generation konnte ich die letzten Tage testen ob ein Mac für sowas in Frage kommt und ob ich mich mit Mac OS X anfreunden kann.
Eine Testdisziplin war die Verwendung des mit CentOS 5 betriebenen Hausserver als Datenablage und als Sicherungsziel. Prinzipiell klappt der Datenaustausch mit dem bereits im Einsatz befindlichen Samba-Server. Das ist jedoch weder artgerecht noch kann man das in Mac OS X integrierte Backupsystem Time Machine damit nutzen. Also mussten AFP-Serverdienste auf dem Linuxserver eingerichtet und bekannt gemacht werden.
Anleitungen dafür gibt es im Netz schon ein paar. Die gefundenen Exemplare beziehen sich jedoch nicht auf CentOS oder andere Red Hat basierte Distributionen. Im folgenden habe ich die Schritte beschrieben, die notwendig sind um einen CentOS-Server als Time Machine Backupserver und als Datenserver zu betreiben.
OSM-Mappingtour Eutingen Nord
24. Aug
Da die Zeit heute nicht für eine richtige Tour gereicht hat, ich aber trotzdem ein wenig raus wollte, habe ich mir Hardtail und GPS-Gerät geschnappt und die bislang noch nicht erfassten Eutinger Wohngebiete Nägelishälden und Igelsbach für OpenStreetMap erfasst. Straßen, Bushaltestellen und Briefkästen sind jetzt ziemlich vollständig erfasst. Was dort noch fehlt sind die zahlreichen Fuß- und Treppenwege. Das werde ich wohl mal zu Fuß nachholen müssen. Eutingen ist damit zumindest nördlich der Bahnlinie größtenteils in OpenStreetMap. Das Gebiet südlich der Bahnlinie werde ich mir bei Gelegenheit auch noch vornehmen.
Die Bearbeitung der aufgezeichneten GPS-Daten für OpenStreetMap habe ich erstmalig mit JOSM statt dem Online-Tool Potlatch erledigt. Nach etwas Einarbeitung funktioniert JOSM sehr gut und ist dabei vielseitiger als Potlatch. Wird trotz meiner Abneigung gegenüber Java-Programmen weiter verwendet.
DVBViewer Pro
20. Aug
Im Lieferumfang meiner gebraucht erworbenen DVB-S-Karte war befand sich die “Technisat Edition” der TV-Software DVBviewer. Dabei handelt es nicht um eine nicht ganz aktuelle abgespeckte Version der Bezahlversion, die unter Windows Vista zwar funktioniert, dort aber auch nicht so richtig rund läuft. Nach dem Aufpoppen der Vista-UAC-Dialoge blieb das Bild schwarz und Änderungen überlebten einen Neustart der Software nur wenn sie zuvor als Administrator ausgeführt wurde. Zum Anfixen hat’s trotzdem gereicht und ich habe mir nun die Bezahlversion für den moderaten Preis von 15€ gegönnt. Eine gute Investition, denn jetzt läuft die Software richtig rund und wartet zusätzlich mit komfortablerer Bedienung, EPG, Timeshift bei Aufnahme und TV-Wiedergabe sowie diversen anderen mehr oder minder nützlichen Features auf.
Für die insgesamt investierten 30€ habe ich damit einen komfortabel zu bedienenden verlustfrei aufzeichnenden Festplattenrekorder erhalten der nicht die meiste Zeit damit verbringt Staub zu fangen. Kann man nicht meckern.
Firefox 3 macht platt
17. Jun
Da wird erst die große Werbetrommel gerührt und ein Weltrekord mit Voranmeldung in “Viele Downloads am Veröffentlichungstag” angestrebt und dann halten die Server dem ach so unerwarteten Ansturm nicht stand und kapitulieren. Das war wohl nix. Da auch mein Lieblingsspiegelserver noch nicht zum Ausliefern bereit ist, gibt es heute eben keinen Firefox in Version 3. Läuft mir aber auch nicht davon.
Update: Der FTP-Server ist erreichbar und liefert aus, wenn auch langsam.
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