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Errors / Schocken Stuttgart
05. Mai
Ich mag Konzerte. Ich bevorzuge es in kleinerem Rahmen wie im Karlsruher Substage oder der Stuttgarter Röhre. Für meist kleines Geld gibt es hier noch richtig große Konzerterlebnisse, mittendrin statt nur dabei. Das gestrige Konzert definierte den Begriff “kleinerer Rahmen” für mich neu. Auf der Bühne: Die Errors, eine junge, leider noch relativ unbekannte Band aus Glasgow. Lokation: Der Club Schocken in Stuttgart-Mitte. Für den geräumigen “1st Floor” angekündigt, stattgefunden in der “Beatbox” im Keller. Beatbox beschreibt die Räumlichkeit sehr treffend. Auf einer Fläche von geschätzt 35 qm eine Bühne, eine Bar, eine Tanzfläche. Wenig Platz und doch mehr als ausreichend für die geschätzten 30 Besucher des Konzerts. Errors sind gewiss nicht eine dieser Bands, die Fußballstadien füllen. Ein wenig mehr Zuspruch wäre jedoch wünschenswert und auch verdient gewesen. Aber es wurde wohl versäumt, die Werbetrommel angemessen oder überhaupt zu rühren.
Am Auftritt selbst gab’s dann eigentlich nichts zu meckern. Druckvoller Sound und auch live kam die mal mehr, mal weniger mit Elektronik angereicherte Rocksuppe der Errors gut rüber. Nach etwa einer Stunde war der Spaß leider vorbei. Mit größerer Publikumsmasse hätte es sicherlich noch mehr davon gegeben, der Auftritt hatte teilweise etwas einer Privataufführung. Unterm Strich gehen die gezahlten 11,70 € jedoch in Ordnung. Vielleicht klappt das ja das nächste Mal in einem etwas würdigeren Rahmen.
Hier gibt’s übrigens die Aufzeichnung des halben Sets dieser Tour, aufgenommen letzte Woche in Amsterdam und mit noch größerem Publikum.
Errors im grenzenlosen Markt
16. Mrz
Bei meinen Twitter- und Webstöbereien bin ich auf die Errors, eine vielversprechende junge Band aus Glasgow, gestoßen. Die Band verwischt auf wunderbare Weise die Grenzen zwischen elektronischer und “handgemachter” Rockmusik. Entfernt klingt das wie Mogwai mit einen guten Schuss Elektronik. Nicht die einzige Parallele, stehen die Jungs doch bei Mogwais eigenem Label Rock Action Records unter Vertrag.
Das aktuelle Album “Come Down With Me” ist in Großbritannien seit drei Wochen als CD und seit zwei Wochen als Download verfügbar. Tolle Sache, wäre da nicht das Problem mit meinem deutschen Wohnort im ansonsten grenzenlosen Europa. Die Downloadfassung befindet sich im Sortiment von iTunes UK, Amazon MP3 UK und 7Digital UK. Das UK ist hier jeweils wörtlich zu nehmen, denn Kunden von außerhalb UK dürfen dort nichts kaufen, selbst wenn sie Geld dafür bieten. Und so schaut man hier downloadtechnisch in die Röhre, denn die jeweiligen Stores in deutschen Landen haben das Gewünschte schlicht nicht im Sortiment.
So bin ich wieder bei der altbewährten CD gelandet. Grenzenlos und günstig bei Amazon UK geordert, denn das darf ich noch. Hoffentlich noch lange, denn bei CDs, DVDs und Blu-Rays ist Amazon UK in Preis und Liefermodalitäten schon eine Weile eine echte Alternative zum deutschen Markt.
Wäre ich nicht so ein ehrlicher Musikkäufer, hätte ich mir die Scheibe problemlos und ohne regionale Einschränkungen bei einem der vielen Filehoster geladen. Nur hätte dann die Band nichts davon gehabt. Und das wäre schade.
Update: Die Jungs touren jetzt auch außerhalb Großbritanniens, unter anderem kommen sie auch nach Stuttgart. Tourdaten gibt’s hier.
Zum Reinschnuppern:
“A Rumour In Africa” vom aktuellen Album “Come Down With Me”:
“Terror Tricks” von der “How Clean Is Your Acid House?” EP:

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